Sterbebilder und Parten (Taufe, Hochzeit, Tod) informativ und vollständig gestalten   Vor kurzem aktualisiert!


Die Parte (Partezettel) als schriftliche Mitteilung eines Familienereignisses (Taufe, Heirat, Tod) ist wahrscheinlich Ende des 17. Jahrhunderts entstanden und enthält meistens Zeitpunkt und Ort des Ereignisses sowie Angaben über dazugehörige Messen und Feiern.Die Veröffentlichung erfolgt meist an verschiedenen Aushangspunkten bzw. durch persönliche Übergabe.

Dieser Brauch ist im katholischen Einzugsgebiet und besonders auch in Tirol seit mindestens 200 Jahren durchgängig in Anwendung. Mit der Zeit und den zusätzlichen Möglichkeiten (Fotografie, Druck, Zeitschriften) haben sich zusammenhängende Veröffentlichungen herausgebildet wie Geburts- und Hochzeitskarten, sowie das Sterbebild und die Todesanzeige. Gestaltung und Funktion haben sich somit laufend und teils stark geändert, manchmal kaum noch in Anwendung, erfreuen diese sich auch im 21. Jhd. wieder großer Beliebtheit.

Sterbebilder (Totenzettel, Totenbilder) sind traditionell kleine Andachtsgrafiken, meist zwei- oder vierseitig und ca. 8 x 12 cm groß. Sterbebildchen wurden traditionell meist aufwändig gestaltet inklusive kurzem Lebenslauf mit Angaben zu Geburt, Familienherkunft, Heranwachsen/Ausbildung, Berufstätigkeit, Familie, Ansässigkeit und Lebensabend. Auch nach über einem Jahrhundert entwickelt sich so ein „lebendiges und interessantes Bild“ von einer Person.

Heutzutage werden leider viele Angaben besonders bei Sterbebildchen und Todesanzeigen nicht oder unvollständig gemacht, sodass der Wert für die Nachwelt schnell schwindet, insbesondere für Enkel und jüngere Generationen. Nebenbei ist auch der Wert als Quelle für genealogische und ortsgeschichtliche Forschungen vermindert oder gar nicht mehr vorhanden. Hiermit also der Aufruf die alten Traditionen aufzugreifen, etwas mehr Zeit und Aufwand zu investieren und außergewöhnliche Erinnerungstücke zu schaffen.

Empfehlenswerte Angaben bei Veröffentlichungen zum Tod

  1. Geburtsdatum und -ort, Herkunftsfamilie bzw. Ort
  2. Angaben zu Heranwachsen und Ausbildung
  3. Berufstätigkeit bzw. professionelle Leistungen und Interessen
  4. Familie (Hochzeit, Partner, Kinder)
  5. Ansässigkeit (Eigenheim, Wohnsitz)
  6. Private Interessen (Hobbys, Vereine, Engagement)
  7. Lebensabend: Angaben zu den letzten Jahren, Tätigkeiten, Wohnort, sowie dem Tod
  8. Ev. Anschrift einer Kontaktadresse Hinterbliebener

Für Sterbebilder vergleiche als Inspiration auch einige historische Kopien im Anhang. Bei Sterbeanzeigen ist es insbesondere interessant den Verwandtschaftsgrad und alle vom Verstorbenen abweichenden Nachnamen vollständig anzugeben.

Referenzen


Über Chris Rоttensteiner

Chris Rоttensteiner. Population Genetics: Phylo-Genetics & Haplogroups, Population Admixture & History, Family and Genetic Genealogy, South Tyrol, Alps, Central Europe.

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